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laedt

Studie - Power of Openness

Chancen der Neuen Offenheit für Business, Konsum und Gesellschaft

Zukunftsinstitut

10 / 2012
108 Seiten
Typ: Studie
Sprache: deutsch
Regionen: Deutschland
Verfügbarkeit: verfügbar

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Studie - 'Power of Openness'


Chancen der Neuen Offenheit für Business, Konsum und Gesellschaft

Transparenz ist zum Buzzword der gegenwärtigen, vernetzten Gesellschaft geworden. Transparenz gilt als Allheilmittel gegen Vertrauensverlust, stagnierende Umsatzzahlen oder Politikverdrossenheit. Radikale Offenheit wird eingefordert — sei es von Unternehmen, Konsumenten oder der Politik. Klar ist: die Gesellschaft ist offener denn je. Doch Openness bedeutet nicht totales Chaos, in dem alles möglich ist, sondern bringt veränderte Strukturen, Regeln und Denkweisen mit sich, die sich noch etablieren müssen. Nun heißt es, mit dieser Offenheit lernen umzugehen; sich störanfällig zu zeigen, um in der Lage zu sein, auf die permanenten Einflüsse zu reagieren. Der Einzelne, aber auch die Gesellschaftssysteme müssen lernen, mit diesen neuen Kulturtechniken umzugehen, um in einer offenen Welt erfolgreich zu agieren.

In der Studie erfahren Sie:

- Wie sich die Neue Offenheit auf Wirtschaft, Kultur, Konsum, Politik und Wissenschaft auswirkt
- Welche Chancen, aber auch welche Risiken sich daraus ergeben
- Warum Vertrauen zur wichtigen Währung im 21. Jahrhundert wird
- Warum es nicht reicht, Daten nur zu sammeln
- Warum Kunden in Zukunft mehr Macht haben und wie sich Unternehmen darauf einstellen können
- Was Openness für den Einzelnen bedeutet



Schwerpunkte

Big Data und die daraus gewonnenen Informationen werden als Rohstoff der kommenden Jahrzehnte gehandelt. IBM zufolge werden täglich weltweit 2,5 Trillionen Byte Daten produziert. Nun gilt es, diese explodierenden Datenmengen zu interpretieren, mit ihnen zu handeln und aus ihnen Gewinn zu generieren. In der Studie Power of Openness untersuchen die Autoren, wie Unternehmen und Konsumenten, aber auch Institutionen die Möglichkeiten, die Big Data eröffnet, nutzen und langfristig von der Neuen Offenheit profitieren können.

Um sich einen vertiefenden Einblick in die die einzelnen Gesellschaftsbereiche zu verschaffen, führten die Autoren mehrere Experteninterviews mit visionären Denkern, von denen die aufschlussreichsten Gespräche jeweils in den acht Kapiteln abgedruckt sind.

Außerdem liefert die Openness-Map eine detaillierte Darstellung der Vernetzung aller Gesellschaftsbereiche durch die Neue Offenheit sowie zeichnet deren Bedeutungsentwicklung von heute bis ins Jahr 2025 nach.


Folgende Bereiche werden in der Studie behandelt:

- Open Economy: Transparenz als Chance für mehr Authentizität und Ehrlichkeit im Business
- Empowered Consumption: Vertrauen wird zur entscheidenden Währung für die B2C-Beziehungen von morgen
- Open Science: Die Öffnung der Wissenschaft erzeugt einen Workflow-Prozess zwischen Theoretikern, Praktikern und Laien
- Open Education: Vom Ernst des Lebens zur Gamification: Bildung in Zeiten der Offenheit
- Remix Cultures: Auf die Digitalisierung der Kreativwirtschaft folgt die Demokratisierung der Kultur
- Open Government: Der digitale Bürger will Bescheid wissen — und mitbestimmen
- Privacy reloaded: Big Data und die Folgen: Die Demokratisierung der öffentlichen Daten führt auch zur Entfesselung der privaten Informationen


Die drei zentralen Thesen

1. Kontrollierter Kontrollverlust: Openness bedeutet nicht das Ende der Privatsphäre und keine ungefilterte Beliebigkeit, sondern wird als moderierte, strukturierte Durchlässigkeit neue Spielräume erschließen.
2. Die Gedanken sind frei: Nicht nur in Wissenschaft und Kultur, sondern auch in der Wirtschaft lösen sich Ideen von ihren Erfindern. Das stellt alte Geschäftsmodelle in Frage, inspiriert aber auch zu neuen.
3. Big Data und die Folgen: Kundendaten sind so einfach zu erheben wie nie. Aber was damit anfangen? Gerade in der allgemeinen Goldgräberstimmung ist Sensibilität gefragt, denn der wahre Reichtum eines Unternehmens ist das Vertrauen, das ihm die Kunden entgegenbringen.


Autor/en

Harry Gatterer ist Trendforscher und seit Anfang 2010 Geschäftsführer des Zukunftsinstituts Österreich. Er ist Co-Autor zahlreicher Studien, zuletzt 'work:design” und 'Healthness”.

Janine Seitz, Kulturanthropologin (M.A.), verantwortet die Online-Redaktion des Zukunftsinstituts. Ihr Wissen über die Strukturen und Mechanismen des Web 2.0 gibt sie als Autorin weiter. Zuletzt war sie an den Studien 'Healthness” und 'Mikrotrends” beteiligt.

Adeline Seidel arbeitet seit 2011 in der Redaktion des Zukunftsinstituts. Die Architektin und Stadtplanerin beschäftigt sich vor allem mit den Themen Urbanisierung, Ökologie und kulturelle Veränderungen. Ihre Artikel erscheinen regelmäßig im Monatsmagazin 'Trend-Update”.

Cornelia Kelber ist seit 2010 Redakteurin des Zukunftsinstituts. Die Diplom-Germanistin und Journalistin betreut das Monatsmagazin 'Trend-Update”; ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf Marketing, Wertewandel und Theorie der Trend- und Zukunftsforschung.

Christof Lanzinger, Betriebs- und Volkswirt, bewegt sich für das Zukunftsinstitut in der Welt der Zahlen und Statistiken. Die Trendrelevanz der Statistiken und die Visualisierung von Zusammenhängen interessieren ihn dabei ganz besonders.



Pressemitteilung: Big Data – Die Macht der Daten

Neue Studie: Power of Openess – Chancen der Neuen Offenheit für Business, Konsum und Gesellschaft



Kelkheim, 02.10.2012: Die Ära der Privatsphäre ist endgültig vorbei. Durch die technologische Vernetzung der Welt erhöht sich die Transparenz und immer mehr Menschen werden hinter den Daten sichtbar. Hersteller und Händler werden wieder zu Jägern und Sammlern. Ihre Beute: Kundendaten. Erfuhr der Verkäufer im Tante Emma Laden im persönlichen Plausch noch von den Vorlieben und Wünschen seiner Kunden, so ersetzen heute digitale Daten dieses Wissen. Offline- und Online Welt verschmelzen zusehends. Die Studie „Power of Openess“ des Zukunftsinstituts beschreibt die anbrechende Welt des „Big Data“ und zeigt auf, das „Information“ der Rohstoff des 21 Jahrhundert ist. Diesen auszuwerten, ist die wichtigste Kernaufgabe für Unternehmen in Zukunft. Die Studie führt auf, wie Unternehmen, aber auch staatliche Institutionen, aus der riesigen Datenflut ihren Nutzen ziehen und Probleme, die sich aus den explodierenden Datenmengen ergeben, lösen können. IBM zufolge werden täglich weltweit 2,5 Trillionen Byte Daten produziert. 90 Prozent des derzeitigen globalen Datenbestandes sind in den beiden letzten zwei Jahren entstanden. Um das Potenzial von Big Data bis 2018 auszuschöpfen, werden allein in den USA 1,5 Millionen Manager mit Data-Mining-Kenntnissen sowie 190.000 Spezialisten zur Datenanalyse benötigt.

 
Das Netz ist im Alltag integriert und der Alltag im Netz

 
Insbesondere durch Social Media, Cloud Computing und den alltäglichen Gebrauch des Smartphones wachsen die Datenmengen ins schier Unermessliche. Mobiltelefone ermöglichen heute zahlreiche Möglichkeiten der Lebensgestaltung. Apps sagen uns, wo sich die Freunde gerade aufhalten, wo wir das beste Schnäppchen finden oder den nächsten Babysitter herbekommen. Wir hinterlassen massenhaft Spuren im Netz und das zumeist still duldend und wissend. In dem Moment, wo der persönliche Vorteil des Nutzers überwiegt, spielen für die meisten Datenschutzaspekte eine untergeordnete Rolle – zum großen Vorteil von Facebook, Google und Co. Doch wer als Unternehmen die schier ausufernde Datenmenge intelligent nutzen will, muss zu einem Spurenleser werden. Qualifizierte Experten zur Datenanalyse sind rar. Gerade mal ein Drittel aller Unternehmen weltweit können laut einer aktuellen Studie von EMC Deutschland die vorhandenen Daten nutzen. „Der Fokus eines Big-Data-Experten der Zukunft liegt auf dem Management von großen Datenmengen und der Wertschöpfung daraus“, betont Hans-Peter Kemptner von IBM. Bis 2018 werde der Bedarf an diesen Experten die verfügbaren Arbeitskräfte in den USA um 60 Prozent übersteigen, prognostiziert McKinsey im Bericht: „Big Data: The Next Frontier for Innovation, Competition and Productivity“.

Im Kapitel „Open Economy“ zeigen die Studienautoren auf, dass Unternehmen heute nicht mehr am datenbasierten Marketing vorbeikommen. Gewinner sind jene Firmen, die es schaffen, Daten nicht nur zu sammeln, sondern auch zu interpretieren, um sie gewinnbringend einsetzen zu können. Mit der zunehmenden Vernetzung ergeben sich aber auch für die Konsumenten neue Möglichkeiten. Sie können viel leichter direkt miteinander in Kontakt treten. Neben eBay entwickeln sich zahlreiche neue Internet-Handelsplätze, auf denen Privatpersonen anderen Privatpersonen ihr persönliches Hab und Gut zur Verfügung stellen – und das zu erheblich günstigeren Preisen als kommerzielle Anbieter. Auf www.airbnb.com lassen sich freie Zimmer und Wohnungen von Privat mieten. Bei Couchsurfing kann man bei jemanden kostenlos übernachten (www.couchsurfing.com). Und Autos können bei www.tamyca.de an Privatpersonen vermietet werden, wenn man nicht gerade selbst unterwegs ist.

Die Welt des Konsums befindet sich im Wandel. Konsumenten werden immer mehr zu Anbietern und Produzenten. Die Autoren sprechen von einer Renaissance alter Formen des Handels: Formen des Mietens, Teilens, Tauschens und Spendens. „Collaborative Consumption“ entwickelt sich zum alternativen Wirtschaftsmodell, bei dem es vermehrt um das Nutzen anstelle von Besitzen geht. Dabei entsteht eine globale Commmunity, in der Vertrauen zum Schlüsselfaktor ökonomischer Austauschbeziehungen wird.
 
Die Währung des 21. Jahrhunderts ist Vertrauen.
„Kultur ist das, was ein Angestellter macht, wenn niemand hinschaut“, sagte Martha Rogers, Expertin für Strategisches Management und Gründungspartnerin der Peppers & Rogers Group, im Interview mit den Studienautoren. In ihrem aktuellen Buch „Extreme Trust“ zeigt sie Unternehmen die zunehmende Bedeutung des Faktors Vertrauen auf und skizziert Strategien, wie Ehrlichkeit in Zeiten der Transparenz als Wettbewerbsvorteil genutzt werden kann. Denn nicht nur auf den Konsum-, sondern auch auf den Arbeitsmärkten wird Vertrauen zur harten Währung. Manager müssen das alte hierarchische Modell „Recruit, Train, Supervise, Retain“ durch „Initiate, Engage, Collabrative, Evolve“ ersetzen. Eine strikte Trennung zwischen Socia-Media-Nutzung im privaten und geschäftlichen Bereich ist weder sinnvoll noch effektiv und wird in Zukunft nicht aufrechtzuerhalten sein. Die Lösung liegt in opaken (halb-transparenten) Strukturen, die jenseits von Schwarz-/ Weiß-Denken angesiedelt sind. Sie ermöglichen für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer größere Einblicke, aber nicht den unbeschränkten Durchblick. Die richtige Mixtur aus Verbergen und Zeigen zu schaffen, wird zur Hauptaufgabe des Managements von morgen.
 
Es gilt Orientierung zu schaffen. Interne Regeln und Richtlinien, wie Social-Media-Kanäle genutzt werden dürfen, müssen aufgestellt werden. Fixe Standards helfen paradoxerweise Flexibilität und Freiheit zu ermöglichen. Ziel sollte es sein, eine Kultur des Sharings und der Kollaboration zu etablieren. Junge Menschen müssen heute dazu befähigt werden, Medienkompetenz zu erlangen und mit den neuen Unwägbarkeiten (z.B. Cybermobbing) umgehen zu können. Es gilt, Resilienz zu vermitteln: also die Fähigkeit, mit Problemen und bösen Überraschungen souverän umzugehen. Dazu gehört auch die Kompetenz, Dinge zu tun, auf die man keine Lust hat. Lernen ist zwar mühsam und die Bedeutung des „auswendig gelerntes Wissens“ sinkt. Dennoch befähigt gerade ein gutes Allgemein- und Hintergrundwissen junge Menschen, Informationen in die richtigen Kontexte zu setzen. Daher ist womöglich die wichtigste Aufgabe der Bildung, Neugier zu vermitteln.

Endlich wieder selber denken
Die „Power of Openess“ kann Menschen auch wieder dazu bringen, sich stärker für Politik zu interessieren. Die Piratenpartei ist das beste Beispiel dafür, eine völlig neue, zumeist junge Wählerschaft, für politische Prozesse zu interessieren. Der neugierige, digitale Bürger will Bescheid wissen und mitbestimmen. Er fordert Transparenz (Open Data) und Informationsfreiheit ein. Der mündige Bürger partizipiert sich, indem er selber zum politischen Akteur wird. Die Piratenpartei startete den Versuch, diesem Ansinnen gerecht zu werden. So hieß es auf ihrer Website programmatisch: „Wir haben die Fragen. Ihr habt die Antworten.“
 
Zahlreiche fundierte Praxisbeispiele sowie anschauliche Infografiken untermauern die Ausführungen des Autorenteams und liefern einen Ausblick in die Welt von morgen. Die Studie umfasst insgesamt acht Kapitel. Jedes Kapitel wird mit einem Experteninterview zur behandelten Thematik ergänzt. Alle eingeführten Begriffe werden in einem Glossar ausführlich erläutert.
Inhaltsverzeichnis Studie - 'Power of Openness'



Chancen der Neuen Offenheit für Business, Konsum und Gesellschaft



Folgende Bereiche werden in der Studie behandelt:



- Open Economy: Transparenz als Chance für mehr Authentizität und Ehrlichkeit im Business

- Empowered Consumption: Vertrauen wird zur entscheidenden Währung für die B2C-Beziehungen von morgen

- Open Science: Die Öffnung der Wissenschaft erzeugt einen Workflow-Prozess zwischen Theoretikern, Praktikern und Laien

- Open Education: Vom Ernst des Lebens zur Gamification: Bildung in Zeiten der Offenheit

- Remix Cultures: Auf die Digitalisierung der Kreativwirtschaft folgt die Demokratisierung der Kultur

- Open Government: Der digitale Bürger will Bescheid wissen — und mitbestimmen

- Privacy reloaded: Big Data und die Folgen: Die Demokratisierung der öffentlichen Daten führt auch zur Entfesselung der privaten Informationen

*Alle Preise sind netto ausgewiesen. In Abhängigkeit von Ihrer Rechnungsanschrift ist hierauf noch USt. zu entrichten (Deutschland z.Z. 19%). Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen, Gewerbetreibende und Freiberufler.

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